Glossar

Von Accord bis Zippergarage

Einheitsbedingungen

Die Einheitsbedingungen der deutschen Textilwirtschaft stellen die maßgeblichen Zahlungs- und Lieferbedingungen der Branche dar. Diese wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2020 aktualisiert.

Die Lieferbeziehungen in der deutschen Textilwirtschaft sind von den Einheitsbedingungen geprägt. Aufgrund ihrer besonderen Fairness werden sie sowohl von den Lieferanten als auch auf Abnehmerseite geschätzt und anerkannt.

Die zuständigen Fachorganisationen der deutschen Textilwirtschaft haben die Einheitsbedingungen mit Wirkung zum 1. Januar 2020 an die AGB-rechtlichen Entwicklungen angepasst. Die Neufassung der Einheitsbedingungen als Lese- und Druckversion können Sie unten im Downloadbereich abrufen.

Für die richtige Verwendung der angebotenen Textfassungen und zum besseren Verständnis der Einheitsbedingungen beachten Sie bitte die Hinweise im Merkblatt. Dieses finden Sie ebenfalls im Downloadbereich.

Emissionen

Aussendung von Störfaktoren in die Umwelt. Typische Beispiele sind gas-/feinstaubförmige Schadstoffe, flüssige oder staubförmige Emissionen wie z. B. Abwasser, Abluft und Abfall. Die Anforderungen sind in entsprechenden Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften des Bundes und der Länder verankert.

Enthärter

Binden den Kalk im Wasser und verhindern Ablagerungen an Wäsche und Waschmaschine. Das früher verwendete Phosphat wurde aufgrund seiner Düngewirkung (Gewässereutrophierung) durch z. B. Natrium-Aluminium-Silikate (Zeolith) ersetzt.

Enzyme

Biokatalysatoren, die in lebenden Zellen Stoffwechselvorgänge im Organismus steuern. Enzyme in Waschmitteln spalten Eiweiß-, Fett-, Zellulose- und Stärkepartikel, die im Schmutz enthalten sind. Waschmittelenzyme können bei empfindlichen Menschen Hautreizungen und Allergien verursachen.

Erbschaftssteuer

Die politische Diskussion um die Erbschaftsteuer wird schon seit Jahren kontrovers geführt. Im Dezember 2014 erklärte das Bundesverfassungsgericht die aktuelle Gesetzeslage für verfassungswidrig, nach der Unternehmenserben von der Erbschaftsteuer befreit sind, wenn sie das Unternehmen sieben Jahre fortführen. Das Bundesverfassungsgericht hat aber nicht festgestellt, dass Verschonungsregeln für betriebliche Vermögensübertragungen grundsätzlich verfassungswidrig sind. Inzwischen liegen Eckpunkte des Bundesfinanzministeriums für eine Neuregelung vor, die zu einer erheblich höheren Belastung der Unternehmenserben führen würden. Dies trifft auch die mittelständisch geprägte deutsche Textil- und Modeindustrie. Das Präsidium von t+m beschließt: 1.    Das neue Erbschaftsteuerrecht darf die Existenz von Unternehmen und Arbeitsplätzen nicht gefährden. Ein Generationenwechsel muss ermöglicht werden, ohne dass die Erben das Unternehmen ganz oder in Teilen verkaufen müssen, um die Erbschaftsteuer zahlen zu können. Dies entspricht auch dem Koalitionsvertrag von CDU und SPD. 2.    Die Bundesregierung wird aufgefordert, die verfassungsgerichtliche Entscheidung so umzusetzen, dass möglichst wenige zusätzliche Belastungen für Unternehmen entstehen. 3.    Deswegen soll eine hohe Untergrenze eingeführt werden. Vererbte Unternehmens­teile, deren Wert darunter liegt, sollen weiterhin ohne zusätzliche Bedürfnisprüfung die erbschaftsteuerliche Verschonungsregelung in Anspruch nehmen können. 4.    Insbesondere Familienbetriebe werden in der Regel nicht am Kapitalmarkt gehandelt. Die Gesellschafter haben ihr eingelegtes Kapital dort langfristig gebunden und dürfen nach den geltenden Gesellschaftsverträgen meist nur einen Bruchteil der Gewinne aus dem Unternehmen entnehmen. Deswegen sind die Abfindungs- und Entnahmeregelungen bei der Ermittlung der Erbschaftsteuer zu berücksichtigen. 5.    Das Privatvermögen des Erben soll nicht zur Begleichung der Erbschaftsteuer herangezogen werden. Stand: 30.04.2015

Extrudieren

Thermoplastisches Verfahren zum Spinnen von Chemiefasern mit Hilfe von Spinnköpfen, die mit feinsten Düsen ausgestattet sind.