Glossar

Von Accord bis Zippergarage

BAT-Wert

Biologischer Arbeitsstoff-Toleranz-Wert: höchstzulässige Menge eines Arbeitsstoffesim Blut, Blutplasma, Harn oder der Atemluft eines Menschen, die nach dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Kenntnis die Gesundheit des Beschäftigten an seinem Arbeitsplatz nicht beeinträchtigt.

Bausteinekonzept

Das LAI-Bausteinekonzept ist Bestandteil innerhalb des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Es ist ein Emmissionsfaktorenkonzept unddient der Emissionsminderung und -überwachung bei Textilveredelungsanlagen (Abluft relevanten Textilmaschinen, z. B. Trockenanlagen.)

Bedarfsgegenständeverordnung

Textilien, die am Körper getragen werden, unterliegen dem Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) und damit der Bedarfsgegenständeverordnung. Diese regelt die Verbote bzw. Verwendungsbeschränkungen von Stoffen in Bedarfsgegenständen, also auch in Textilien und Accessoires. Die grundlegende Vorschrift dazu ist der § 3 BGV.

Berufsbekleidung

Berufs-, Sport- und Freizeitbekleidungsindustrie Die BESPO-Gruppe repräsentiert innerhalb des GermanFashion Modeverbandes insbesondere die Anbieter von Arbeits-, Berufs- und Schutzkleidung. Hervorgegangen ist die BESPO-Gruppe aus dem im Jahre 1946 gegründeten Fachverband der Berufs-, Sport- und Freizeitbekleidungsindustrie e.V. (BESPO-Verband). Bis zum Jahre 2004 war der BESPO-Verband ein eigenständiger Fachverband und vertrat die Interessen der deutschen Hosen-, Jeans- und Sportswearhersteller sowie die industriellen Anbieter von Arbeits-, Berufs- und Schutzbekleidung.

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Biologisch abbaubare Stoffe

Stoffe, die durch biologische Prozesse (z. B. durch Mikroorganismen oder Enzyme) vollständig abgebaut werden können.

Bleichen

Behandlung mit oxidierend oder reduzierend wirkenden Bleichmitteln, die die Eigenfärbung der Fasern und Verunreinigungen eliminiert. Meistens wird Wasserstoffperoxid eingesetzt. Chlorbleichmittel zum Bleichen von Baumwolle werden nicht mehr verwendet, da sie die Mikroorganismen in der biologischen Stufe von Kläranlagen schädigen und in Gewässern toxisch auf Fische wirken.

BSCI

Die „Business Social Compliance Initiative“ (BSCI) wurde 2003 durch den europäischen Handelsverband Foreign Trade Association gegründet. BSCI hat einen eigenen Code of Conduct entwickelt, der sich im Wesentlichen an die ILO-Kernarbeitsnormen anlehnt. Der Code der BSCI ist anscheinend der europaweit am stärksten verbreitete Verhaltenskodex für soziale Standards in Produktionsländern. Seine Anwendung wird auch vom deutschen Bekleidungsfachverband GermanFashion empfohlen. 2009 erhielt die BSCI den Preis für Unternehmensethik des  Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik.

Bundes-Immissionsschutzgesetz

BImSchGist die Kurzbezeichnung für das deutsche Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge. Es soll Mensch, Natur und Umwelt vor schädlichen Immissionen, z. B. Abgase, Staub, Erschütterungen, Licht und Lärm schützen und stellt direkte Anforderungen an einzelne Anlagen. Teile der Textilindustrie sind direkt von den Regelungen der 4. Verordnung des BImSchG betroffen. Die Überwachung obliegt den zuständigen Landesbehörden.

Bündnis für nachhaltige Textilien

auch: Textilbündnis

Das Bündnis für nachhaltige Textilien wurde im Oktober 2014 auf Initiative von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller durch Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie, des Handels, der Gewerkschaften, Verbände und Zivilgesellschaft gegründet. Inzwischen gibt es mehr rund 180 Mitglieder (April 2016).

Erklärtes Ziel ist es, soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der Textilkette zu erreichen. Von allen Mitgliedern des Bündnisses – Regierung, Unternehmen, Zivilgesellschaft, Verbände, Gewerkschaften, Standardorganisationen, etc. – wird gleichermaßen erwartet, ihre jeweiligen Kompetenzen vor dem Hintergrund ihrer fachlichen Schwerpunkte und ihrer Funktion und Position in der Lieferkette einzubringen und ihren Einfluss geltend zu machen.

Die Beteiligten haben sich auf Bündnisstandards verständigt, um zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern der Textil- und Bekleidungsindustrie beizutragen. Bei der Verfolgung der sozialen und ökologischen Ziele wird der Aspekt der Wirtschaftlichkeit von Unternehmen maßgeblich berücksichtigt. Auch Grenzen der Machbarkeit, im Besonderen von kleinen und mittelständischen Unternehmen, werden beachtet.