Frau mit grünem T-Shirt
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Nachhaltigkeit

Für die Textil- und Modeindustrie ist Nachhaltigkeit der Schlüssel. Bereits heute schon verwendet die Branche:

  • Abfälle aus der Olivenölproduktion, um Leder für Schuhe ökologisch zu gerben
  • Kaffeesatz, um Funktionsunterwäsche herzustellen
  • Fischhäute, die früher tonnenweise im Müll gelandet sind, werden zu Designerhandtaschen
  • alte Fischernetze werden zu Sportschuhen
  • gebrauchten Plastikflaschen zu Outdoorjacken und
  • Brennnesseln können zu Fasern verarbeitet werden

Längst ist es keine Zukunftsmusik mehr, Kräuter im Supermarkt in kompostierbaren Töpfen aus textilen Abfällen zu kaufen. Textil filtert in Kläranlagen, reinigt Industrieabfälle und ist sogar in der Lage, feinste Rohstoffe aus Industrieabwässern für die Wiederverwendung heraus zu sieben. Noch ein Beispiel mehr, warum Forschung der Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft ist – auch in der Textilindustrie, die mit ihren textiles for future noch viele Zukunftslösungen bereithält.

Aktuelles

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Der Abrieb von Autoreifen ist fast zwanzigmal höher als der Faserabrieb beim Wäschewaschen. Und während der Autoreifenabrieb direkt in die Umwelt gelangt, werden mehr als 95 Prozent der abgeriebenen Textilfasern in Kläranlagen zurückgehalten.

Dr. Maria Rost

Leitung Referat CSR|Bildung|Kommunikation

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Mehr als ein Trend
Nachhaltigkeit ist dabei nicht nur ein Trend, sondern eine Philosophie für die deutsche Textil- und Modeindustrie, die nach den weltweit höchsten Umwelt- und Sozialstandards arbeitet. Diese gehören zur DNA unserer Unternehmen und sind das Ergebnis hoher gesetzlicher Vorgaben und darüber hinausgehender Selbstverpflichtungen.


Forschung für mehr Nachhaltigkeit
Die Textilindustrie und unsere Forschung bieten Antworten für mehr Nachhaltigkeit. Die Themen begegnen uns überall. Recycling und Kreislaufwirtschaft sind Trends. Damit Recyceln möglich ist, müssen die Produkte sortenrein produziert werden: Vom Knopf bis zum Garn, von der Faser zur Fläche. Die gesamte Lieferkette muss darauf umgestellt werden. Für neue Recyclingkonzepte braucht es Investitionen, Technologien und die Akzeptanz, anzufangen und nicht sofort bei 100 Prozent sein zu müssen. Forschung und Nachhaltigkeit bedeuten auch, Mut zu investieren, groß zu denken, auch wenn nicht gleich Produkte dabei rauskommen.


Nachhaltigkeit ist für die Branche schon lange ein Thema: So arbeiten wir im Textilbündnis gemeinsam mit Gewerkschaften, Politik, Standardorganisationen und NGO daran und haben Fortschritte erzielt.