Wie Innovationen den Weg in die Modebranche finden

Tex Started auf der Neo.Fashion.2026

08.07.2026

Wie kommen neue Technologien, nachhaltige Lösungen und digitale Ansätze schneller in die textile Praxis? Diese Frage beschäftigt nicht nur etablierte Unternehmen, sondern auch Designerinnen und Designer sowie junge Labels, die ihre Ideen professionell weiterentwickeln und in den Markt bringen möchten.

Im Rahmen der Neo.Fashion.2026 bot das Next.Level.Network. einen Einblick in genau diese Schnittstelle. Nachwuchstalente, Startups, Forschung und weitere Akteure der Branche kamen miteinander ins Gespräch. Für Tex Started war das Format eine gute Gelegenheit, zu zeigen, welche Innovationen Startups auch für diese Zielgruppe bereithalten.

v.l.n.r.: Mareike Giebeler, Tex Started; Petra Diroll, Gesamtverband textil+mode; Johannes Diebel, Forschungskuratorium Textil
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Gerade für junge Designerinnen und Designer sowie Labels sind solche Impulse wertvoll. Wer eine Kollektion entwickelt, denkt heute nicht mehr nur über Design, Schnitt und Material nach. Auch Fragen nach Produktion, Skalierbarkeit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Kommunikation und Marktzugang werden immer wichtiger.

Die beteiligten Startups machten auf unterschiedliche Weise sichtbar, wie Innovationen in der Modebranche praktisch nutzbar werden können. ADOTC präsentierte Ansätze für textile Automatisierung und vernetzte Roboterzellen. Die Schlei Schneiderei stellte eine digitale Smart-Manufaktur für regionale Textilproduktion vor. OMIMAI zeigte, wie industrielle Standards mit lokalem Handwerk verbunden werden können, um persönliche Mode nach Maß ab Stückzahl 1 zu ermöglichen. Good Garment Collective begleitet Fashion-Startups und Labels auf dem Weg bis zum marktreifen Produkt. MOOT zeigte, wie aus bereits vorhandenen Textilien durch Upcycling neue Produkte entstehen können.

Damit wurden Lösungen vorgestellt, die nicht nur für etablierte Unternehmen interessant sind. Auch für Nachwuchstalente, die in den Markt einsteigen wollen, bieten sie konkrete Anknüpfungspunkte: Welche Produktionswege sind auch für kleinere Mengen denkbar? Wie können digitale Prozesse helfen, Ressourcen gezielter einzusetzen? Welche Partner können dabei unterstützen, aus einem Entwurf ein marktfähiges Produkt zu machen?

Ergänzt wurde das Angebot durch individuelle Speed-Coachings mit Isabel Blumenberg. Nachwuchstalente erhielten dort direktes Feedback zur Präsentation ihrer Marke. Auch das gehört zum Transfer in die Branche: Gute Ideen brauchen nicht nur eine überzeugende Gestaltung, sondern auch eine verständliche Geschichte, ein klares Profil und die Fähigkeit, potenzielle Partner, Kundinnen und Kunden zu erreichen.

Auch die Forschung lieferte Impulse für textile Anwendungen. Das TITV Greiz stellte Entwicklungen aus dem Bereich Smart Textiles vor, darunter Leuchttextilien, intelligente textile Anwendungen mit integrierter Sensorik sowie Konzepte für smarte und nachhaltige Textilien. Lösungen auf Basis biobasierter Materialien machten zudem deutlich, wie Forschung neue Ansätze für textile Produkte, Funktionen und Wertschöpfungsprozesse eröffnen kann.

Joy Weinberger, TITV im Gespräch mit Besuchern
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Ein weiterer Baustein war der textil trainer. Die Online-Plattform vermittelt die textile Wertschöpfungskette auf interaktive Weise und zeigte, wie moderne Ausbildungs- und Vermittlungsformate Wissen über textile Technologien, Produktionsprozesse und Innovationsfelder praxisnah zugänglich machen können.

Für Tex Started zeigt die Neo.Fashion.2026 erneut, wie wertvoll solche Begegnungen sein können. Startups, Forschung, Nachwuchs und Unternehmen bringen unterschiedliche Perspektiven mit. Wenn diese Perspektiven zusammenkommen, können neue Impulse für nachhaltigere, digitalere und praxisnähere Lösungen in der Textil- und Modeindustrie entstehen.

Tex Started unterstützt genau diesen Austausch: Das Netzwerk macht innovative Startups sichtbar, bringt sie mit Unternehmen und relevanten Partnern zusammen und schafft Räume, in denen aus Kontakten konkrete Projektideen entstehen können.

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