Fabian Bohnen, Geschäftsführer der Ofa Bamberg GmbH, kam am Berlin Fashion Week-Wochenende persönlich zu den Best Graduate Shows der Neo.Fashion. Begeistert berichtete er dort von einem Austausch, der durch das Neo.Fashion.Netzwerk bei der Jahrestagung des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie entstanden war. Neo.Fashion. organisierte einen Workshop, der Modestudierende und Industrie vor Ort im Unternehmen in Bamberg zusammenbrachte – mit spannenden Ergebnissen, die zeigen, welche Chancen und Potenziale im Neo.Fashion.Netzwerk für Studierende und mittelständische Industrieunternehmen stecken, wenn es um innovative Zukunftslösungen und Geschäftsmodelle geht. Mehr erfahren

v.l.n.r.: Ansgar Werrelmann, Sprecher Neo.Fashion.; Fabian Bohnen, Geschäftsführer Ofa Bamberg GmbH; Petra Diroll, Pressesprecherin Gesamtverband textil+mode; Prof. Horst Fetzer, Prodekan FB5 Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin; Jens Zander, Gründer Neo.Fashion.
Die Zusammenarbeit zwischen Neo.Fashion., der größten Plattform in Deutschland für Modetalente deutscher Hochschulen, und dem oberfränkischen Unternehmen Ofa Bamberg, einem führenden Hersteller von medizinischen Strümpfen, zeigt beispielhaft, wie Innovation an der Schnittstelle von Industrie, Gesundheit und Design entstehen kann.
Im Mittelpunkt der Kooperation stand ein gemeinsamer Design-Workshop, bei dem ausgewählte Nachwuchsdesignerinnen und -designer die Möglichkeit erhielten, sich intensiv mit medizinischen Textilien und deren Herausforderungen auseinanderzusetzen. Ziel war es, die bekannte Spezialstrumpf-Marke Lastofa durch neue gestalterische Ansätze weiterzudenken und dabei Funktionalität und Ästhetik miteinander zu verbinden.
Während des mehrtägigen Workshops erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer exklusive Einblicke in die Produktentwicklung und Fertigung bei Ofa Bamberg. Themen wie Materialverständnis, Nutzerperspektiven und kreative Konzeptentwicklung standen dabei im Mittelpunkt. Die jungen Designerinnen und Designer entwickelten Ideen, wie medizinische Hilfsmittel stärker als attraktive und moderne Produkte wahrgenommen werden können – ein wichtiger Aspekt, da viele Kunden Kompressionsprodukte täglich tragen.
Für Neo.Fashion. passt das Projekt hervorragend zur eigenen Mission: Die Plattform versteht sich als Brücke zwischen Hochschulen, Nachwuchstalenten und Industriepartnern. Es war die erste praxisnahe Kooperation dieser Art. Für die Studierenden bot der Praxis-Kontakt zu einem Textilhersteller und seinen Produkten spannende Einblicke in die Textilindustrie, Ofa Bamberg profitierte von kreativen Impulsen und der Möglichkeit, neue Perspektiven auf etablierte Produktwelten kennenzulernen.
Die Kooperation verdeutlicht zudem einen wichtigen Trend in der Textilbranche: Medizinische Textilien werden zunehmend nicht nur unter funktionalen Gesichtspunkten betrachtet, sondern auch als Design- und Lifestyle-Produkte weiterentwickelt. Gerade für jüngere Zielgruppen gewinnen Themen wie Individualität, Farbe, Tragekomfort und modischer Ausdruck an Bedeutung.
Alle Teilnehmer bewerteten die Zusammenarbeit als Erfolg und haben bereits die Fortsetzung des Austauschs angekündigt. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Innovationspotenzial entsteht, wenn kreativer Nachwuchs und mittelständische Industrieunternehmen gemeinsam an den Lösungen von morgen arbeiten.
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