PolitFashionNight2019
©textil+mode

Corporate Social Responsibility (CSR)

Das hohe Niveau der Arbeitsbedingungen sowie der umweltbewusste Umgang der Branche mit Ressourcen sind international vorbildlich. Deutsche (und europäische) Standards sind nicht die Folge internationaler Standards, sondern bilden umgekehrt deren Grundlage. Oder anders gesagt: Die deutsche Textilindustrie sorgt weltweit dafür, dass Standards steigen.

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Unsere Unternehmen arbeiten bereits heute nach den weltweit besten Umwelt- und Sozialstandards. Wir nehmen unsere Verantwortung wahr.

Ingeborg Neumann

Präsidentin des Gesamtverbandes textil+mode

Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens, das ist CSR für die Textil- und Modeindustrie. Eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung umfasst soziale, ökologische und ökonomische Aspekte. Hierzu zählen:

  • faire Geschäftspraktiken wie beispielsweise eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik,
  • der Schutz von Klima und Umwelt,
  • Engagement vor Ort,
  • der sparsame Einsatz von natürlichen Ressourcen sowie
  • die Verantwortung in der Lieferkette.

  • Textile Produkte sind hoch komplex
    Die textile Produktions- und Lieferkette ist global verzweigt und äußerst vielschichtig. Die Herstellung eines konventionellen Herrenhemdes durchläuft ca. 140 Stationen. Die Einflussmöglichkeit auf die textile Lieferkette hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • vom Produkt,
  • dem Geschäftsmodell,
  • der Größe des Unternehmens,
  • der Anzahl der Zulieferer,
  • der Struktur und Komplexität der Lieferkette,
  • dem Grad der vertikalen Integration der Zulieferfabriken,
  • der Marktstellung des Unternehmens im Verhältnis zu seinen Geschäftspartnern

  • Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) fällt es aufgrund fehlender Marktmacht schwer, Transparenz von ihren Lieferanten einzufordern; sie verfügen nicht über dieselben finanziellen, strukturellen und personellen Ressourcen wie große, multinationale Unternehmen.


    International und global aufgestellt
    Das Geschäft mit Bekleidung ist heute internationaler und globalisierter denn je, auch für mittelständische Unternehmen. In Deutschland entworfene Bekleidung wird in geringem Umfang in Deutschland hergestellt: Der größere Teil der personalintensiven Dienstleistungen findet im inner- und außereuropäischen Ausland statt. Diesen Wandel erfolgreich gestaltet zu haben, ist eine der großen Leistungen der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.
    So wie die internationale Geltung und Durchsetzung von Menschenrechten, Arbeits- und Sozialstandards noch nicht weltweit gelungen ist, bedeutet die Implementierung von Standards und Rechten einen Prozess, der langfristig angelegt und nicht von heute auf morgen durchzusetzen ist.


    CSR in der Textil- und Modeindustrie zeigt sich in vielen verschiedenen Bereichen unserer Branche:

  • In Verträgen mit Geschäftspartnern werden Arbeits- und Sozialstandards deutscher Textil- und Bekleidungsfirmen verankert.
  • Vertraglich vereinbarte Standards werden kontrolliert, soweit dies für deutsche Mittelständler durchführbar ist.
  • Unternehmen zertifizieren nach Siegeln oder eigenen Standards.
  • Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie ist seit 2015 Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien.
  • Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie hat 2010 einen Code of Conduct für die Branche erarbeitet, der fortlaufend aktualisiert und angepasst wird. Es stehen Übersetzungen in acht Sprachen, darunter Englisch, Chinesisch, Spanisch oder Türkisch zur Verfügung, die Mitglieder bei uns anfordern können.
  • Der Gesamtverband textil+mode hat einen Arbeitskreis CSR, in dem regelmäßig mit Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert und angestoßen werden.
  • Der Gesamtverband und seine Mitgliedsverbände führen regionale Informationsveranstaltungen zur Vertiefung des Wissens durch.
  • Kurzdarstellung der Lieferkette eines Herrenoberhemds, © textil+mode

    Komplexe Lieferketten

    Die Herstellung eines konventionellen Herrenhemdes durchläuft 140 Stationen: von der Fasergewinnung, Faserverarbeitung in der Spinnerei, der Flächenherstellung in der Weberei, der Veredelung und schließlich der Konfektion.

    Leitfäden zum Thema CSR und Nachhaltigkeit

  • Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex

    Der Leitfaden zum DNK wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung und der Bertelsmann Stiftung herausgegeben und bietet eine Orientierungshilfe für mittelständische Unternehmen.
  • Umweltstandards in der Textil- und Schuhbranche

    Ein Leitfaden des Umweltbundesamtes auf Basis der BVT-Merkblätter der EU.
  • In 7 Schritten zum Nachhaltigkeitsbericht

    Ein praxisorientierter Leitfaden für mittelständische Unternehmen in Anlehnung an die G4-Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI).
  • Ansätze für Lieferantenabfrage und -management

    Ein econsense-Diskussionsbeitrag mit exemplarischer Darstellung webbasierter Lösungen“.
  • Effiziente Energienutzung in der Textilveredelung

    Ein Leitfaden der EnergieAgentur.NRW. mit Ideen, Informationen und Praxisbeispielen für Betriebe.
  • Menschenrechte achten – ein Leitfaden für Unternehmen

    Ein Leitfaden für Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten vom Deutschen Global Compact Netzwerk, TwentyFifty Ltd. und dem Deutschen Institut für Menschenrechte.
  • Menschenrechtsstrategien entwickeln

    Der Leitfaden wurde vom Global Compact Netzwerk herausgegeben und ist eine Anleitung für Unternehmen, die eine Menschenrechtsstrategie entwickeln wollen.