Connected, Inken Blanca Post M.Sc., © Melanie Ritter

Bekleidung

Es gibt kaum etwas, was moderne Textilien nicht können: Sie lassen sich mit haltbarer Elektronik kombinieren, die den Rücken von Skifahrern wärmt oder Schwitzwasser nach außen befördert. Sie werden antimikrobiell beschichtet, um unangenehme Gerüche zu verhindern oder im Krankenhaus Keime abzuwehren. Möglich machen das neue Werkstoffe, innovative Produktionsmethoden und Fortschritte in der Materialforschung. Damit gehört die Textilindustrie hierzulande mit zu den innovativsten Branchen überhaupt.

Dank einer starken industrienahen Forschung bringt die deutsche Textilindustrie viele interessante Produkte auf den Markt. Zum Beispiel T-Shirts, in denen alle wichtigen EKG-Funktionen bereits eingebaut sind. Das erspart Herz-Kreislauf-Patienten das Tragen von Apparaten und sorgt für den kurzen Draht zum Arzt, der jederzeit auf seinem Bildschirm die Herzfrequenz seines Patienten einsehen kann.

Neben solchen Spezialfunktionen werden die Recyclingfähigkeit der Textilien sowie der Verzicht auf bestimmte Chemikalien immer wichtiger. Aktuelle Textilforschungsprojekte und Prototypen zeigen die ganze Vielfalt neuer textiler Lösungen. So gibt es inzwischen Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen wie etwa Polymilchsäure.

Und nicht nur das: Dank neuer Verfahren zur Oberflächenbeschichtung lassen sich Polymilchsäure-Fasern jetzt leicht einfärben und mit speziellen Funktionen versehen; eine wichtige Voraussetzung für einen noch breiteren Einsatz dieser Ressourcen schonenden Textilien. Atmungsaktive Funktionsbekleidung wiederum wurde lange mithilfe umweltbelastender Fluorverbindungen hergestellt. Ein neues Verfahren erzeugt die Atmungsaktivität jetzt durch eine mikroporöse Membran aus unproblematischem Polypropylen. Beispiele wie diese zeigen, wie smart Bekleidungstextilien heute in vielerlei Hinsicht sind.

IGF-Forschung im Themenfeld Bekleidung

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